Wohnmobil-Urlaub in Kanada     Inhaltsverzeichnis

In der Planung :

  • - Unterschiedliche Arten von Wohnmobilen: Pick-up, Van, Wohnmobil
  • - Preisberechnung/Kalkulation: Flex-oder Festpreise, KM-Pakete, Kosten vor Ort
  • - Wahl des Vermieters
  • - Behindertengerechte Wohnmobile
  • - Vermietstationen
  • - Transfers
  • - Kindersitze
  • - Verbotene Fahrstrecken
  • - Fahrräder
  • - Vor- und Nachteile eines Wohnmobil-Urlaubs

Reisevorbereitungen :

  • - Camping-Ausstattung
  • - Campgrounds - private bzw. staatliche Campgrounds , Reservierung, Bezahlung
  • - Benzinverbrauch
  • - Winterschutz/Frost
  • - Klimaanlage/ Heizung
  • - Fähren
  • - Führerschein
  • - Kaution
  • - Navigationssystem
  • - Strom
  • - VIP-Check in
  • - Koffer
  • - Nützliche Dinge zum Einpacken

Übernahme des Campers / unterwegs :

  • - Übernahme-/Abgabezeit
  • - Zusatzfahrer
  • - Notrufnummern
  • - Einweisung
  • - Check vor dem Losfahren
  • - Aktuell gesperrte Straßen
  • - Erste Tagesetappe
  • - Strafzettel
  • - Rauchen
  • - Einkaufen /Verpflegung
  • - Wasser- und Gasverbrauch
  • - Fähren
  • - Ein Wort zu Bären

Abgabe des Campers :

  • - Packen vor dem Rückflug
  • - Letzte Etappe
  • - Tanks entleeren
  • - Endreinigung
  • - Waschen des Campers

Wohnmobil-Urlaub in Kanada


Hier haben wir für Euch das Wichtigste für die Planung & Durchführung eines Wohnmobil-Urlaubs in Kanada zusammengetragen. Da erfahrungsgemäß, zumindest beim ersten Camper-Urlaub in Kanada, viele Fragen auftauchen haben wir nachfolgend versucht möglichst viele davon zu beantworten. Sollten dennoch nicht alle hier beantwortet werden können mailt uns einfach !


BILD 1



In der Planung :


Unterschiedliche Arten von Wohnmobilen

Alle Wohn-/Campmobile werden in Nordamerika „RV" (sprich „aar wii" )genannt. Das heißt Recreation-Vehicle, also „Erholungsfahrzeug" J !


Grundsätzlich unterscheidet man zwischen folgenden Arten :

„Pick-ups"

Kleine robuste Trucks, auf die ein Wohnteil aufgesetzt ist- kein Durchgang vom Führerhaus zum Wohnteil. Sie verfügen meistens über 2-3 Schlafplätze und sind am besten für 2 Erwachsene geeignet. Ideal sind sie wegen des hohen Radstandes für Fahrten im Yukon und anderen abgelegenen nördlichen Regionen (z.B. Dempster-Highway ). Die Pick ups verfügen in der Regel über eine Küchenzeile und auch über ein WC aber keine Dusche.


„Vans"

Typische europäische Campingbus-Variante - als Campmobil umgebauter Lieferwagen mit erhöhtem Dach ( i.d.R. Stehhöhe ). Die meisten haben 2-3 Schlafplätze und sind am besten für 2 Erwachsene geeignet. Ideal für alle Regionen und etwas wendiger in den  Städten als die großen Wohnmobile. Die Vans verfügen über eine Küchenzeile und ein WC, selten auch über eine Dusche.


„Wohnmobile"

Bieten viel Komfort, je nach Länge und Typ zwischen 5-9 Metern ( 19 ft- 31 ft.).

Sie haben zwischen 3-6 Schlafplätzen und sind ideal je nach Größe für 2 - 4 Personen.

Sie verfügen über ein Doppelbett über dem Führerhaus im Alkoven ( capoverbed) und meistens ein weiteres Doppelbett im Hinterteil des Fahrzeugs. Weitere Schlafmöglichkeiten bietet die umgebaute Essecke. 

Führerhaus und Wohnteil gehen ineinander über, Sitzmöglichkeit im Wohnraum für bis zu 4 Personen während der Fahrt. Sie sind mit einer kompletten Küche ( Herd,Backofen, Kühlschrank,) und WC und Dusche ausgestattet.

Manche Wohnmobile verfügen über ein „Slide-out" - ein ausziehbares Seitenteil ( beim Parken auf dem Campground ) - welches mehr Bewegungsfreiheit im Wohnraum gibt.



Noch ein Tipp :

Welches Fahrzeug für Euch das passende ist hängt zunächst davon ab, wie viele Personen gemeinsam reisen, wie viel Komfort = Raum Ihr haben möchtet ( oder Euch leisten möchtet) und ggfs. auch in welcher Region Ihr unterwegs seid.

Plant Ihr z.B. viele Bergstrecken oder abgelegene Routen, sind kleinere Fahrzeuge oft praktischer und wendiger als große Wohnmobile, die auf Highways dagegen bequemeres Fahren ermöglichen.

Bitte bedenkt jedoch immer dass ein Wohnmobil nicht mit einer normalen Wohnung vergleichbar ist und dass deswegen eine Belegung mit weniger Personen in der Regel mit mehr Komfort gleichzusetzen ist.

Fahrt Ihr z.B. mit zwei befreundeten Pärchen, nehmt lieber zwei kleinere oder mittelgroße Wohnmobile - das schont die Intimsphäre und dient der Erhaltung Eurer Freundschaft...auch nach der Reise. J


Preisberechnung /Kalkulation

Gerade bei Wohnmobilen ein umfassendes und manchmal etwas kompliziertes Thema !

Auf jeden Fall solltet Ihr Flüge und Wohnmobil zusammen buchen und bei einer möglichen Rundtour auch prüfen ob es nicht preiswerter ist die ganze Route ab einem anderen Ausgangspunkt zu starten. Dies ist z.B. häufig im Westen Kanadas der Fall. Hier gibt es manchmal deutliche Preisunterschiede für Flüge nach Calgary und Vancouver und auch die Wohnmobil-Preise können sich erheblich voneinander unterscheiden ob man das Wohnmobil in Calgary oder Vancouver übernimmt. 


Festpreise oder Flexpreise

Einige Wohnmobil-Vermieter haben Festpreise, einige sog. „Flex-Preise" die einmal in der Woche je nach Nachfrage und Buchungsauslastung festgelegt werden. Diese „Flex-Preise" sind, lange im voraus gebucht, meistens deutlich günstiger als die Festpreise. Sie steigen allerdings im Laufe des Jahres deutlich an. Grundsätzlich gilt - je früher gebucht, desto preiswerter. Gerade bis 31.o1., manchmal auch bis 28.o2. gibt es seitens der Vermieter eine Vielzahl von Frühbucher-Ermäßigungen, seien es kostenlose Hotelübernachtungen vor oder nach der Camperreise (z.B. Fraserway), kostenlose Einwegmieten (Canadream), vergünstigte Kilometer-Pakete , includierte Campingausstattungen etc...


Kilometer-Pakete

In Nordamerika ist es üblich dass man für jeden gefahrenen Kilometer bezahlt. Ihr solltet also bereits bei Buchung ungefähr wissen wieviele Kilometer Ihr fahren wollt, bzw. zumindest eine grobe Vorstellung von den benötigten Kilometern haben. Andernfalls bucht man am besten ein Paket mit unbegrenzten Kilometern. Zuviel gefahrene Kilometer werden vor Ort separat zu einem höheren Preis nachbelastet. 


Kosten vor Ort

Ein Teil der Kosten wird auch erst vor Ort bei der Übernahme des Wohnmobils erhoben - z.B. oft die Campingausstattung - um keine bösen Überraschungen vor Ort zu erleben solltet Ihr diese aber in die Gesamtkalkulation mit einrechnen.

Einige Vermieter/Veranstalter bieten auch ein sog. „All-inclusive" Paket an - hier sollten dann wirklich auch alle Kosten mit eingeschlossen sein . 


Grundsätzlich raten wir Euch dazu bei einem Preisvergleich folgende Kosten mit einzukalkulieren damit Ihr am besten den tatsächlichen Endpreis vergleichen könnt :


Wohnmobil-Grundmiete

Kosten für zusätzlichen Fahrer

Campingausstattung pro Person

Campingausstattung Fahrzeug

Bereitstellungsgebühr

Haftpflichtversicherung durch den Vermieter ( Deckungssumme)

Vollkasko - und Diebstahlversicherung mit max. Selbstbeteiligung ( wie hoch ?)

Wird die Selbstbeteiligung ggfs. zurückerstattet (z.B. durch Reiseveranstalter)

Transfer zur Vermietstation und zurück ( ggfs. ab wo inclusive )

Kilometer-Paket

Ggfs. Einwegmieten - Zuschlag



Wahl des Vermieters

Wir möchten ganz bewusst hier keine Empfehlung für bestimmte Wohnmobil-Vermieter geben und neutral in unserem Urteil bleiben. Dafür gibt es andere einschlägige Foren.

Die gängigsten Vermieter sind Fraserway, Canadream, Cruise Canada, Go West, Owasko, und Westcoast.

Jedoch können die Preis- wie auch die Qualitätsunterschiede sehr groß sein. Was Euch das unterm Strich Wert ist müsst Ihr je nach Angebot selbst entscheiden.

Hier ein paar Entscheidungshilfen :

  • - Wie alt sind die Fahrzeuge im Durchschnitt ?
  • - Gibt es deutsches Personal bei der Übernahme und ggfs. auch bei einer Hotline ?
  • - Erfolgt die Einweisung persönlich durch einen Mitarbeiter oder gibt es nur einen Videofilm ?
  • - Gibt es richtiges Bettzeug oder nur einen Schlafsack ?
  • - Gibt es Erfahrungsberichte von Bekannten mit dem ein oder anderen Vermieter ?

Behindertengerechte Wohnmobile

Vereinzelt bieten Wohnmobil-Vermieter auch behindertengerechte Fahrzeuge an. Diese haben dann zusätzlich z.B. elektrische Rampe/Lift, breitere Eingangstür zum Wohnteil, Halterungen zum Sichern des Rollstuhls während der Fahrt, ein behindertengerechtes Badezimmer etc.  Da es nur sehr wenige Modelle mit dieser Ausstattung gibt ist frühzeitiges reservieren sinnvoll.


Vermietstationen :

Vermietstationen für Wohnmobile gibt es z.B. in :

Halifax - Nova Scotia

Montreal - Quebec

Toronto - Ontario

Calgary - Alberta

Edmonton - Alberta

Vancouver - British Columbia

Kelowna - British Columbia

Whitehorse- Yukon


Für den Westen Kanadas ist es manchmal durchaus sinnvoll ein Wohnmobil eines US-Vermieters zu mieten. Die Vermietstationen liegen häufig kurz hinter der kanadisch/us-amerikanischen Grenze und sind gut per Shuttle der Vermieter von Vancouver aus erreichbar. ( z.B. El Monte in Ferndale - ca. 65 km südlich von Vancouver oder Moturis nördlich von Seattle) .


Transfers

Da die Vermietstationen i.d. Regel recht weit außerhalb liegen bieten einige Vermieter einen Transfer zur Vermietstation und zurück an. Oft erfolgt der Transfer allerdings ausschließlich ab Flughafenhotels. Wenige Vermieter holen Euch tatsächlich direkt vom Hotel ab. Hier ruft man dann am Morgen der Übernahme direkt beim Vermieter an und vereinbart eine Abholzeit - klappt eigentlich immer.

Es gibt Vermieter die auch sog. „Transferpakete" anbieten - ob die ihren Preis wert sind müsst Ihr von Fall zu Fall selbst entscheiden. Manchmal ist die Alternative „Taxi" deutlich günstiger.


Versicherungen

Haftpflichtversicherung: Die Deckungssumme der Haftpflichtversicherung durch den Vermieter beträgt i.d.Regel $ 5.Mio.  (außer bei Cruise Canada nur $ 1.Mio). Vielleicht solltet Ihr sehen dass bei der Buchung von Cruise Canada eine Zusatz-Haftpflichtversicherung seitens des gebuchten Anbieters (z.B. ADAC-Reisen) dabei ist.

Die Vollkasko-Versicherung und der Diebstallschutz sind meistens im Mietpreis eingeschlossen. Allerdings variiert die maximale Selbstbeteiligung je nach Vermieter zwischen $ 600 und $ 1500. Mancher Reiseveranstalter (z.B. ADAC-Reisen) übernimmt die Selbstbeteiligung und schließt auch Schäden beim Einparken, am oder auf dem Dach, am Unterboden und an Felgen und Reifen mit ein.   





Kindersitze

Die meisten Vermieter nehmen die Buchung eines Kindersitzes nur als unverbindlichen Kundenwunsch entgegen. Eine verbindliche Bestätigung erfolgt nur teilweise.

Ihr könnt natürlich auch aus Deutschland Euren Kindersitz mitnehmen - allerdings basieren die Sicherheits-Gurte in Nordamerika auf dem dort üblichen 2-Punkt-System und unsere 3-Punkt-Gurte passen dort nicht. In den Campern kann man meistens den Airbag auf der Beifahrerseite nicht ausschalten.  

Sollte der Vermieter also keinen Kindersitz bereitstellen solltet Ihr zum nächsten „Toys ´r us" o.ä. fahren und dort einen kaufen. Dann kann der Nachwuchs auch sicher und bequem reisen. Die Mitarbeiter des Vermieters sind oft gerne dabei behilflich den Kindersitz fachgerecht zu installieren.



Verbotene Fahrstrecken

Hier wird aus versicherungstechnischen Gründen oft unterschieden wo man das Wohnmobil angemietet hat .

Grundsätzlich sind aber auch Fahrten in die USA und nach Alaska möglich.  

Hat man z.B. in Whitehorse ( Yukon) das Fahrzeug gemietet darf man i.d.Regel auf allen öffentlichen Straßen fahren - also auch auf den sonst verbotenen Straßen wie Dempster Highway, Taylor-Highway, Top-of-the-world- Highway etc.

Übernimmt man z.B. ein Fahrzeug in Vancouver kann das Befahren dieser Straßen verboten oder nur gegen erheblichen Zuschlag und vorherige Anmeldung möglich sein.  

Nicht erlaubt sind dagegen einige Strecken im nördlichen Alaska.

Auch darf man aus versicherungstechnischen Gründen keine Wohnmobile in Quebec -City ,Montreal und manchmal auch Ottawa parken.

Bitte erkundigt Euch direkt bei Buchung nach den Details des jeweiligen Vermieters.


Bild 2


Fahrräder

Schon bei der Buchung des Wohnmobils sollte Euch klar sein ob Ihr Fahrräder ( auch Eure eigenen ) mitnehmen wollt. Bei manchen Wohnmobil-Vermietern kann man Fahrräder incl. Helm , Schloss und/oder Fahrradhalterung fürs Fahrzeug problemlos dazubuchen. Andere Vermieter bieten nicht einmal eine Fahrradhalterung an.


Vorteile / Nachteile eines Urlaubs im Wohnmobil


Hier folgt eine zugegebenermaßen nicht ganz neutrale Auflistung aller Vor- und Nachteile eines Wohnmobil-Urlaubs in Kanada .


Vorteile :

  • - Freie und spontane Routenwahl oder vorreservierte und strukturierte Planung der Route - ganz nach dem Eurem persönlichen Geschmack
  • - An besonders schönen Stellen ( Eurem Traumplatz.. ! ) bleibt Ihr einfach ein paar Tage länger , und wenn es regnet fahrt Ihr weiter bis das Wetter besser wird
  • - Kindern macht diese Reiseart besonders viel Spaß
  • - Das tägliche Kofferpacken entfällt, man richtet sich einmal ein und das Zimmer fährt mit
  • - Es gibt kein „jede Nacht in einem anderen Bett" . Die Betten sind außerordentlich gut...
  • - Ihr seid immer ganz nah an /in der Natur
  • - An den schönsten Plätzen gibt es keine Hotels
  • - Ihr verbringt keinen Abend in einem langweiligen Hotelzimmer sondern an Eurem Lagerfeuer.
  • - Selten so schöne Sternenhimmel gesehen wie nachts auf einem Campground in der Wildnis
  • - Ihr könnt Euch das kochen was Euch am besten schmeckt
  • - Die Küche ist gut eingerichtet, mit Backofen ,4 flammigen Gasherd, großem Kühlschrank und oft auch Mikrowelle und Tiefkühlfach
  • - Ein frischer Kaffee & Snack zwischendurch - kein Problem- alles dabei
  • - Die Steaks oder der selbst gefangene Fisch auf dem Grill abends sind der Hammer!
  • - Die Mücken kommen zumindest nicht ins Wohnmobil - überall sind Mücken-Schutzgitter die sie zuverlässig draußen halten
  • - Ihr findet schnell Kontakt zu anderen Campern und das verspricht manchmal recht lustige internationale Abende
  • - Der Campingstuhl vor dem einsamen Bergsee, die Sonne geht unter, eine Dose „Canadian" oder ein Glas Rotwein in der Hand- was wollt Ihr eigentlich mehr ? Das ist Urlaub !

Nachteile :

  • - die sanitären Einrichtungen auf manchen Campgrounds sind nicht die besten
  • - die Duschen im Wohnmobil sind eher etwas für Notfälle als zum täglichen Gebrauch aller Reiseteilnehmer
  • - die Wassertanks sind nicht unerschöpflich (auf einfachen Campgrounds ohne Wasseranschluß )
  • - der Zugang zu TV, Telefon, Internet und Spielekonsole ist eher schwierig
  • - je nach Region und Witterungsverhältnissen überfallen einen manchmal die Mücken
  • - man könnte sich beengt vorkommen weil der Wohnraum etwas eingeschränkt ist

-    die persönliche Privatsphäre ist eingeschränkt

-    Wohnmobil-Urlaub ist nicht unbedingt die preiswerteste Reiseart Kanada kennen        

      zu lernen


Bild 3







Reisevorbereitungen


Camping-Ausstattung / Convenience Kits


Die Camping-Ausstattung wird pro Person , manchmal zusätzlich auch pro Fahrzeug berechnet und beinhaltet i.d.Regel:


Campingausstattung pro Person :

  • - Töpfe, Pfanne und Wasserkessel
  • - Küchenzubehör wie z.B. Schüssel, Küchenmesser, Geschirrhandtuch, Spülbürste oder Schwamm, Dosenöffner, Bratkelle, Schöpflöffel, Abtropfsieb, Schneidebrett, Saftkanne.
  • - Teller, Tassen, Becher und Essbesteck
  • - Bettdecke oder Schlafsack, Bettlaken, Kopfkissen, Bettbezug
  • - Handtuch, Badetuch, Waschlappen
  • - Besen, Handfeger und Schaufel
  • - Eimer und Putzlappen
  • - Kleiderbügel

Campingausstattung Camper :

  • - Propangas 1. Füllung
  • - Toiletten-Chemikalien für den Anfang

Meistens sind folgende Dinge nicht mit eingeschlossen und können vor Ort gegen eine zusätzl. Gebühr dazugemietet werden :

  • - Campingstühle und Campingtisch
  • - Kaffeemaschine
  • - Toaster

TIPP: Meistens kosten die Campingstühle ca. $ 10,- pro Stück zur Miete. Zum gleichen Preis kann man sie auch in jedem Walmart oder Sears kaufen. Da die Stellplätze auf den Campgrounds sowieso immer über Tisch & Bänke verfügen braucht man sie auch nicht zwingend notwendig.

Kaffee-Plastikfilter & Filtertüten von zu Hause mitnehmen oder löslichen Kaffee trinken.


Campgrounds / RV Parks


In Kanada heißen Campingplätze mit Stellplätzen für Wohnmobile meistens RV Parks, in den Nationalparks Campgrounds. Campgrounds sind auch für Zelte geeignet.


Staatliche Campgrounds

Die preiswerten staatlichen Campgrounds liegen in den Nationalparks und sind meist nicht ganz so gut ausgestattet wie die privaten RV Parks. Dafür liegen viele landschaftlich wunderschön. Nur ein Teil davon kann vorreserviert werden. Viele kleinere Plätze werden nach dem Prinzip „ first come/first serve" belegt - wer zuerst kommt malt zuerst.

Hier muss man sich selbst anmelden  „Self registration" heißt das. Man füllt dazu ein Formblatt aus was an einer Infotafel ausliegt, legt einen Teil des ausgefüllten Formblattes mit dem geforderten $- Betrag ( Stellplatzmiete & ggfs. Feuerholz ) in eine Box und heftet den anderen Teil des Formblattes an einen Pflock am Stellplatz.

Fertig ist der Check- in !

Abends kommt meistens der Ranger kontrollieren - also immer schön brav registrieren !

Diese Campgrounds sind weder bewirtschaftet noch haben Sie Anschlüsse für Frisch- oder Abwasser oder Strom. Jeder Stellplatz verfügt aber über einen Tisch & Bänke wie auch meistens eine Feuerstelle mit Grill.

Die größeren Campgrounds in den Nationalparks sind bewirtschaftet und können vorab reserviert werden und die Registrierung und Platzzuweisung erfolgt bei Ankunft. 

Stellplatz für 1 Wohnmobil mit Insassen pro Nacht zwischen $ 16 und $ 25,- .


Bild 4


Private RV parks  

Die privaten Campgrounds gibt es in allen Preislagen und Ausstattungen. Meistens sind sie jedoch sehr gut ausgestattet, mit eigenem Strom-, Wasser- und Abwasser-Anschluß, heißen Duschen,WC, Waschmaschine ,Trockner und kleinen Läden.

Stellplatz für 1 Wohnmobil mit Insassen pro Nacht zwischen $ 25 und $40,- .


Full Hook up / partial hook up

Damit werden die Anschlüsse für Frischwasser, Abwasser und Strom auf dem Campingplatz bezeichnet. Einige Nationalparks verfügen über diese direkt am Stellplatz vorhandene Einrichtungen. Sogenannte „partial hook up"  oder „semi-served campsites"  verfügen nur über einen Teil dieser Anschlüsse. Aber selbst wenn der Campground keine Full Hook-up Stellplätze anbietet , ist in der Regel die Ver- und Entsorgung geregelt. Dann gibt es auf den meisten Campgrounds eine sog. Dumping-Station, an der - meist kostenlos Trinkwasser aufgefüllt und Abwasser abgelassen werden kann. In den Nationalparks gibt es auch öffentliche Dumpingstations die kostenlos von jedem Camper benutzt werden können. Hier findet sich dann ein Hinweisschild auf dem nächstgelegenen Highway.


Eine Übersicht der Campgrounds und RV Parks gibt es online :

Nationalparks Kanada :

http://www.parcscanada.com/    Verzeichnis der Nationalparks mit Campgrounds

http://www.pccamping.ca/         Online-Registrierung/Buchung der Campgrounds


ACHTUNG : Vereinzelte Campgrounds in den Nationalparks sind für die Hochsaison schon sehr frühzeitig ausgebucht. Der jeweilige Buchungsstart für die Sommer-Saison ist jeweils vermerkt ( meist Februar/März ) . Vorsicht auch bei Campgrounds nahe Calgary während der Stampede Anfang/Mitte Juli.


Private RV Parks Kanada :

http://www.accescamping.com/

http://www.camping-canada.com/

http://www.campinghotlinecanada.com/

http://www.koa.com/

http://www.rvrac.com/

http://www.woodalls.com/

http://www.goodsamclub.com/

http://www.freecampgrounds.com/


Unsere Campground-Empfehlungen findet Ihr auch in unseren Routenvorschlägen.

Hier eine kleine Auswahl :

British Columbia :

Vancouver : Burnaby Cariboo RV Park

Victoria : Westbay Marine Village

Parksville: Paradise Seaside Resort

Port Hardy : Sunny Sanctuary Campground

Prince Rupert : RV Campground

Kleena Kleene : Clearwater Lake Lodge

Pacific Rim Nationalpark : Greenpoint Campground

Okanagan Region: West Bay Beach Resort


Alberta :

Jasper : Snaring River Campground

Icefield Parkway : Waterfalls Lake Campground

Lake Louise: Lake Louise Trailerpark

Banff: Tunnel Mountain


Yukon:

Whitehorse: Hi Country RV Park

Kathleen Lake : Kathleen Lake Campground

Dawson City : Dawson City RV Park

Beaver Creek : Westmark Beaver Creek RV Park


Bild 5

  


Und wenn Ihr mithelft wird unsere Empfehlungsliste oder unsere  „no go" Liste um so umfassender !  

    

TIPP: Bis auf wenige Ausnahmen ( z.B. Greenpoint Campground im Pacific Rim Nationalpark auf Vancouver Island ) ist es auch in der Hochsaison nicht unbedingt notwendig im voraus zu reservieren. Sind die ausgewiesenen Campgrounds in den Nationalparks voll werden kurzerhand angrenzende Wiesen als Parkmöglichkeiten ausgewiesen.

Darüber hinaus gibt es gerade im Westen Kanadas viele Campgrounds/RV Parks die in keinerlei Online-Verzeichnissen geführt werden.    


Benzinverbrauch

Da die Wohnmobile sehr unterschiedlich groß sind ist auch der Verbrauch sehr unterschiedlich . Ein kleiner Pick-Up-Camper verbraucht ca.14-18 Liter, ein Van ca. 15-18 Liter und ein großes Wohnmobil zwischen 20 - 29 Liter Benzin. Wie viele Liter Euer gebuchtes Modell im Durchschnitt verbraucht erfahrt Ihr in den Modell-Beschreibungen des Vermieters. Fast alle Wohnmobile werden mit Normal-Benzin betankt ( regular ).       



Winterschutz/ Frost

Wenn Ihr im Winter oder zeitigen Frühjahr unterwegs seid kann es bei Temperaturen um den Gefrierpunkt zum Einfrieren der Wasserleitungen kommen . Dann steht Euch in dieser Zeit kein Wasser für Spüle, Dusche und Toilette zur Verfügung. Hierfür gibt es ganz klare Anweisungen seitens der Vermieter . Fragt also bei der Übernahme unbedingt nach was in diesen Fällen zu tun ist.

Übrigens halten viele Vermieter zusätzliche Decken bereit die sie Euch mitgeben wenn Ihr Bedenken habt dass es nachts zu kalt werden könnte.


Klimaanlage / Heizung

Die Klimaanlage/Heizung im Führerhaus kann nur während der Fahrt betrieben werden.

Die Klimaanlage/Heizung im Wohnteil kann nur auf Campingplätzen mit Stromanschluß betrieben werden, nicht während der Fahrt. Manche großen Wohnmobile verfügen über einen Generator ( Abrechnung nach Stromverbrauch) - damit kann dann die Heizung und Klimaanlage auch laufen wenn Ihr nicht an einem Stromanschluß hängt , z.B. auf einem Campground ohne Hook up.


Fähren

Solltet Ihr im voraus bereits Fährpassagen buchen achtet darauf die richtige Gesamtlänge Eures Wohnmobils anzugeben. Manchmal weicht die Typen-Bezeichnung ( z.B. MH 25) von der tatsächlichen Länge des Campers ab. Erstens wird beim Verladen des Wohnmobils sowieso nachgemessen und Ihr müsst ggfs. nachzahlen und zweitens lauft Ihr Gefahr gar nicht mitgenommen zu werden wenn nicht mehr genug Platz auf dem Schiff ist. Das kann dann sehr ärgerlich sein , denn manchmal geht die nächste Fähre erst ein paar Tage später.


Führerschein

Um ein Wohnmobil zu mieten braucht Ihr einen nationalen ( deutschen) Führerschein der Klasse 3 bzw. B. Die zusätzliche Mitnahme eines internationalen Führerscheins wird empfohlen ( wg. der englischen Übersetzung ) ist aber nicht vorgeschrieben.


Kaution

Bei Übernahme des Wohnmobils muss eine Kaution per Kreditkarte hinterlegt werden. Am besten mit einer der gängigen Kreditkarten wie Master/Eurocard oder Visacard.   Die Höhe der Kaution ist abhängig vom jeweiligen Vermieter. Es ist keine Hinterlegung der Kaution mit Bargeld möglich. Der Betrag kann sofort abgebucht und erst nach Fahrzeugrückgabe gutgeschrieben werden.


Navigationssystem       

Bei vielen Vermietern kann man ein Navi zusätzlich mieten. Allerdings solltet Ihr überlegen, je nach Region in der Ihr unterwegs seid, ob ein Navi tatsächlich notwendig ist. Die Gebühren die die Vermieter berechnen sind recht hoch.

Manchmal bekommt man auch im Internet sehr preiswert gebrauchte Navis mit Nordamerika-Software.


Strom

Jedes Wohnmobil verfügt über Steckdosen mit 110 Volt. Wenn sich Eure elektrischen Geräte wie Handy-Ladekabel oder Fotoapparat umstellen lassen könnt Ihr sie problemlos über das Stromnetz auf Eurem Campingplatz aufladen. Am besten besorgt Ihr Euch in Deutschland schon einen passenden Adapter.      


Vip-Check-in

Manche Anbieter bieten einen sog. „Vip-Check-in" an. Dies ist ein Formblatt was ca. 1 Woche vor Camper-Übernahme ausgefüllt wird und direkt an den Vermieter vor Ort übermittelt wird ( manchmal auch Online ). Hier werden schon Daten wie Eure Pass- und Führerschein-Daten abgefragt. Da die Daten dann bei Übernahme des Campers der Vermietstation bereits  vorliegen verkürzt sich für Euch die Zeit und das Prozedere ziemlich. Am besten nehmt Ihr noch gleich eine Kopie der Führerscheine und Reisepässe mit. Dann geht es noch schneller und Ihr seid früher on the road. 


Koffer /Reisetaschen

Die meisten Vermieter bieten die Möglichkeit dass man Koffer unbeaufsichtigt in einem Lagerraum der Vermietstation deponieren kann. Diese Möglichkeit entfällt natürlich bei einer Einwegmiete.

Am besten packt Ihr statt eines Hartschalen-Koffers faltbare Reisetaschen, die lassen sich problemlos im Camper verstauen und nehmen kaum Platz weg.


Nützliche Dinge zum Einpacken

  • - Wäscheklammern und Wäscheleine ( nicht unbedingt vorhanden )
  • - Zusätzliches Bade-Handtuch
  • - Adapter
  • - Bärenglöckchen oder Bärenspray
  • - Wachstuch-Tischdecke
  • - Geschirrhandtücher
  • - Einweghandschuhe
  • - Schnitzmesser ( bitte im Koffer )


Übernahme des Campers / on the road


Übernahme- / Abgabezeit

Da die Übernahmezeiten je nach Vermieter stark variieren erkundigt Euch bitte vorher ab welcher Uhrzeit Ihr das Wohnmobil übernehmen könnt. Manche Vermieter erlauben eine frühe Übernahme bereits ab o8.oo h morgens, manche erst ab 13.oo h.

Die Rückgabe ist meistens morgens zwischen 8.oo h - und 12.oo h vorgesehen, doch auch hier gibt es Unterschiede von Vermieter zu Vermieter.


Zusatzfahrer

Meistens sind Zusatzfahrer im Mietpreis eingeschlossen. Bei der Fahrzeugübernahme werden allerdings von allen Zusatzfahrern Pass- und Führerscheinkopien verlangt und die Zusatzfahrer werden namentlich in den Vermietvertrag eingetragen.


Notrufnummern

Stellt sicher dass Ihr die Notruf-Telefonnummern der Vermietstation und/oder der Zentrale dabei habt solltet Ihr unterwegs mal Hilfe benötigen.


Einweisung /Übernahme

Je nach Vermieter erfolgt die Einweisung und das „Vertraut machen" mit dem Wohnmobil durch einen Mitarbeiter der Vermietstation ( oft auch in deutsch) oder durch einen Videofilm.

Tut Euch selbst einen Gefallen und lasst Euch Zeit dabei ! Räumt in Ruhe Eure Sachen ein, macht Euch mit dem Wohnmobil vertraut und checkt zumindest die wichtigsten technischen Dinge bevor Ihr dort vom Hof fahrt.  Erfahrungsgemäß werden kleinere Beanstandungen direkt vor Ort ohne großen zusätzlichen Zeitaufwand geregelt. Viel schwieriger ist es , wenn man einmal unterwegs ist, z.B. mit einem nicht funktionierenden Kühlschrank zurecht zu kommen.

Wir haben hier eine kleine Checkliste für Euch erarbeitet die zumindest einmal die wichtigsten Dinge checkt.

Sollten Euch irgendwelche Dinge unklar sein ( z.B. wie man die einzelnen Schläuche wo anschließt ) fragt einfach einen Mitarbeiter. Und wenn Ihr es noch nicht verstanden habt scheut Euch nicht und fragt noch einmal... dafür sind die Mitarbeiter der Vermietstation da.   



Checkliste Camper-Übernahme


  • Anlassen/ Kontroll-Leuchten
  • Licht ( alle Scheinwerfer/Bremslichter) Ok ?
  • Funktions-Check: Kühlschrank, Eisfach, Gasherd, Backofen
  • Bordstrom-Versorgung / Lade-Anschluß
  • Funktions-Check : Heizung, Klimaanlage
  • Fliegengitter an den Fenstern und Fliegengittertür ohne Beschädigung ?
  • Alle Fenster und Dachluken (Verschlüsse) funktionieren ?
  • Funktion Toilette ?
  • Innenbeleuchtung/ Lampen funktionieren
  • Scheibenwaschanlage - Wasser ?
  • Scheibenwischer funktionieren ?
  • Geschirr ausreichend ?
  • Bettzeug ausreichend ?
  • Toiletten-Chemikalien vorhanden ?
  • Einweghandschuhe bzw. Handschuh für Fäkalientank vorhanden?
  • Funktion Radio /CD Player ?
  • Ölstand kontrollieren ? wo ?
  • Bremsflüssigkeit kontrollieren ? wo ?
  • Funktion Ablass Fäkalientank und Abwassertank (Kontrolle)
  • Funktion & Kontrolle Wassertank
  • Schläuche für Wasser, Strom und Abwasser vorhanden ?

Aktuell gesperrte Straßen

Bevor Eure Tour los geht erkundigt Euch beim Vermieter ob es auf Eurer geplanten Route aktuelle Straßensperrungen gibt die eventuell einen Umweg erfordern. Gerade in der Vor- und Nachsaison sind je nach Region manchmal Straßen wg. Überschwemmung oder notwendigen Reparaturarbeiten gesperrt oder nur in einer Richtung zu befahren.


Erste Tagesetappe

Nehmt Euch für den ersten Tag keine großen Strecken vor. Erfahrungsgemäß dauert eine Übernahme mindestens  2-3 Stunden bis alle Formalitäten erledigt sind und man sich häuslich eingerichtet hat. Besonders in der Hochsaison kann es auch noch länger dauern.

Danach sollte man erst einmal den Großeinkauf erledigen ( weitere 2-3 Stunden ) und dann geht es endlich on the road !    


Strafzettel

Solltet Ihr also tatsächlich mal beim falsch parken oder zu schnell fahren etc . erwischt werden solltet Ihr unbedingt den Straffzettel direkt bezahlen. Sollte der Strafzettel erst nachträglich beim Vermieter eingehen kann der einen ziemlich hohen Betrag ( bis zu $100,- ) „ Verwaltungsaufwand"  zusätzlich zum Strafzettel berechnen.


Rauchen

Rauchen ist grundsätzlich in den Wohnmobilen verboten ( und die Kanadier sind da nicht sehr tolerant.. ) . Wenn Ihr Euch nicht daran haltet haftet Ihr für die entstandenen Schäden und bei der Endreinigung werden bis zu $ 500,- zusätzlich berechnet.



Einkaufen / Verpflegung

Besonders im Westen ist es sinnvoll direkt am ersten Tag die Grundausstattung ( Salz,Pfeffer, Spüli....) , die Grundnahrungsmittel und möglichst viele Getränke einzukaufen.  Man bekommt zwar auch unterwegs nahezu alles aber die Preise steigen proportional zur Entfernung zu den großen Städten da alles per LKW in die entlegeneren Gebiete gebracht werden muss . Die zusätzlichen Transportkosten zahlt Ihr dann natürlich mit.  Frisches Obst und Fleisch erhält man aber überall unterwegs zu moderaten Preisen

Alkoholische Getränke gibt es in Kanada nur in speziellen Läden - den „Liquor Stores".

Also sorgt beizeiten für Eure Vorräte.   


Wasser-/Gasverbrauch

Habt immer mal wieder ein Auge auf Eure Tankanzeigen ( Blackwater, Greywater und fresh water) dann steht Ihr nicht auf einmal ohne Wasser da. Und der zusätzliche Ballast durch volle Abwasser-Tanks verbraucht natürlich auch jede Menge Benzin.

Erfahrungsgemäß kommt eine 3-4 köpfige Familie aber ca. 3-4 Tage mit dem vorhandenen Frischwassertank aus ( wenn Ihr nicht allzu verschwenderisch damit umgeht ).

Nur in den seltensten Fällen, bzw. bei sehr langen Mietzeiträumen von 3 und mehr Wochen kann es notwendig sein Gas nachzutanken. Dies bekommt man aber recht unproblematisch an vielen Tankstellen.


Fähren

Wenn Ihr eine Fähre mit dem Wohnmobil benutzt muss vor Befahren Euer Gas abgestellt werden ( Explosionsgefahr ). Bitte denkt daran wenn Ihr auf eine Fähre fahrt.

Da die Auf- und Abfahrt von den Fähren manchmal mit den ungewohnt großen Campern etwas schwierig ist - langsam fahren ! Und achtet darauf dass Ihr nicht aufsetzt !

Die Autos/Camper/Trucks stehen auf den Decks an Bord der Fähren sehr eng beieinander. Am besten fährt und rangiert hier der Fahrer mit den meisten Erfahrungen sonst muss schnell ein Außenspiegel oder ein Schutzblech dran glauben J


Ein Wort zu Bären

Wenn Ihr im Westen oder Norden Kanadas unterwegs seid werdet Ihr sicherlich dem ein oder anderen Bären am Wegesrand begegnen ( sogar mit ziemlicher Sicherheit ) .

Meistens handelt es sich jedoch um Schwarzbären in deren Beuteschema wir nicht unbedingt passen. Sie ernähren sich ausschließlich von Kleintieren wie Schnecken und Würmern und Pflanzen. Etwas problematisch wird es wenn man sie (z.B. wg. ungünstiger Windrichtung ) erschreckt . Deshalb sollte man sich , wenn man auf einsamen Wanderwegen unterwegs ist, laut unterhalten, singen oder ein „Bärenglöckchen" mitnehmen damit der umher streunende Bär frühzeitig Bescheid weiß dass man selbst unterwegs ist.

Wirklich problematisch kann es werden wenn man einer Bärenmutter mit ihrem Nachwuchs begegnet - die versteht keinen Spaß !

Die meisten Begegnungen werdet Ihr aber sicherlich haben wenn Ihr auf einsamen Landstraßen unterwegs seid. Dann sieht man sie, besonders im Frühsommer,  häufig am Straßenrand sitzen und den ersten knackig grünen Löwenzahn mümmeln. Fahrt dann einfach an die Seite, schaltet die Warnblinkanlage an und genießt das Schauspiel aus Eurem sicheren Camper heraus.

Ab Mitte/Ende August beginnt die Lachs-Saison. Dann kann man sie auch hervorragend an jedem Wildbach sehen wie sie sich ihren Winterspeck anfressen. Am besten macht Ihr solch eine Tour aber mit einem ortskundigen Guide oder fragt einfach Euren Campingwart - der kennt sicherlich auch ein paar gute Stellen zum „Bear-Watching" .


Lasst auf einsamen Campgrounds keine Lebensmittel und Müll offen liegen, räumt immer alles weg in den Camper. Dann werden die Bären auch nachts nicht vom Duft eines Steaks etc. angelockt. In vielen Regionen Kanadas gibt es „bärensichere" Abfall-Container.     


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Abgabe des Campers


Packen vor dem Rückflug

Auch die schönste Reise geht irgendwann vorbei und dann heißt es seine über das ganze Wohnmobil verstreuten Habseligkeiten wieder zusammen zu sammeln und zu verstauen.

Eine sehr schöne Art der Entsorgung der übrig gebliebenen Lebensmitteln, des Feuerholzes , gekaufter Campingstühle oder was sich sonst noch so angesammelt hat, ist das Verschenken derselben. Macht doch einfach Euren Nachbarn auf dem letzten Campground eine Freude und schenkt ihnen Eure übrig gebliebenen Nudeln, Kaffee, Waschpulver .... Na eben alles was Ihr nicht mit in den Flieger nehmen könnt.  J  



Letzte Etappe

Da Euer Wohnmobil meistens bis zum späten Vormittag abgegeben werden muss wählt nur noch eine kleine Etappe bis zum Vermieter. Gerade wenn Ihr im Anschluß noch Euren Rückflug geplant habt sollte man auch notfalls mit Panne noch den Flieger erreichen können. Macht Euch am letzten Tag nicht noch Streß sonst ist die ganze Erholung verloren !  


Tanks entleeren /füllen

Vor der Rückgabe des Campers müssen die Abwasser-Tanks ( „Blackwater" Tank für Fäkalien" und „Greywater" Tank für normales Abwasser) geleert und der Frischwasser-Tank aufgefüllt werden. Am sinnvollsten macht man das am Morgen der Rückgabe noch auf dem letzten Campingplatz.




Endreinigung

Das Wohnmobil muss besenrein abgeliefert werden. Dann fallen i.d.Regel keine weiteren Endreinigungs-Kosten an.


Waschen des Campers von außen

Macht zwar einen Riesenspaß muss aber, bei „normaler" Verschmutzung nicht sein. Es sei denn Ihr wart „Off-Road" unterwegs und das Wohnmobil ist schlammbespritzt. Dann sollte es auf jeden Fall in eine Truck-Waschanlage gefahren und abgespritzt werden bevor Ihr es zurückgebt.


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